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Liberty of the Seas

Transatlantik von Barcelona nach Miami

Claudia Raddünz

Nachdem wir durch Zeitungsanzeigen des Reisebüros Sinning zufällig auf Kreuzfahrten gekommen sind, lässt uns diese Reiseart nicht los.

„Wir probieren mal eine Transatlantik Kreuzfahrt aus“ haben wir uns gedacht, die Preise sind supergünstig und Reisebüro Sinning bietet nichts Schlechtes an. Ob uns dann die sieben reinen Seetage hintereinander gefallen werden, das müssen wir ausprobieren (und schon vorweg, wir finden es sehr erholsam und würden es jederzeit wieder tun).

Der Abreisetag ist da, per Bus geht es von Oldenburg aus zum Flughafen nach Düsseldorf. Da die Reise sehr gut gebucht worden ist – es sollen insgesamt 150 Gäste vom Reisebüro Sinning mitfahren – sind wir in verschiedene Gruppen aufgeteilt worden. Wir gehören zu einer Gruppe, die in Barcelona noch eine Stadtrundfahrt macht, bevor es an Bord geht. Jede Gruppe hat eine direkte Begleitung im Bus und bis nach Barcelona, dem Ausgangshafen, die aufpasst, dass keiner abhanden kommt. Die Organisation ist wie immer sehr gut. Aber die Anreise ist auch ein wenig anstrengend. Der Bus geht nachts um halb 12 ab, morgens um 5 Uhr kommen wir in Düsseldorf am Flughafen an und in Barcelona sind wir um 8 Uhr. Da Schlaf rar war, sind wir doch ein wenig müde und bei der Stadtrundfahrt alle vielleicht nicht ganz so enthusiastisch, wie es die schönen Anblicke erfordern würden. Aber schließlich kann man nicht in Barcelona gewesen sein, ohne zumindest einen kleinen Überblick zu bekommen. Wir haben festgestellt, Barcelona wäre definitiv mal eine eigene Reise wert. Das Einchecken dauert eine knappe Stunde, aber schließlich drängen in wenigen Stunden über 3.500 Passagiere an Bord, das kann trotz bester Organisation einfach nicht anders sein.

Auf dem Schiff suchen wir unsere Kabine, dabei helfen unter anderem interaktive Tafeln, die man fragen kann: Wie komme ich zu meiner Kabine, wo ist die nächste Toilette, was für Aktivitäten finden demnächst wo statt, zeige mir den Weg dorthin, etc: Tolle Idee!

Unsere Müdigkeit ist wie verflogen und wir stromern durch das Schiff, die ersten überwältigenden Eindrücke. Wir waren noch nie mit einem Royal Caribbean Schiff unterwegs und landen erst mal in der Lobby bei der Royal Promenade. Das ist eine Straße mitten im Schiff, mit Cafe (dort bekommt man kleine Sandwiches, Kuchen und Kekse, Kaffee, Tee, Eiswasser, alles im Preis enthalten), Pizzeria (Pizza und Nachtische, Eiswasser, so ziemlich rund um die Uhr, auch im Preis enthalten), diverse nette Läden, einen Pub (hier darf man rauchen), Eisladen und Cupcake Shop (hier muss man ein wenig dazu bezahlen) und es sieht einfach nett aus, halt wie eine Straße und durch die Höhe von 4 Decks wirkt es großzügig. Oben sieht man die Fenster der „Promenade View“ Kabinen, wie wohnt es sich dort wohl? Wie wir später noch erleben, ist diese Royal Promenade die Lebensader auf der diverse Aktivitäten stattfinden.

Es folgt die obligatorische Seenotrettungsübung, zu der man sich nach dem Signal an der Sammelstelle einfinden muss und dann legt das Schiff ab. Das Abenteuer beginnt.

Inzwischen ist es auch Abend und wir steuern den Hauptspeisesaal an, wo wir unseren Tisch suchen. Nach einigen Fragen an die Kellner sind wir angekommen und harren der Dinge, die da kommen, unseren Tischnachbarn und dem Essen. Bei beidem haben wir Glück und freuen uns nun jeden Abend auf ein Treffen und ein Schwätzchen über die Erlebnisse des Tages. Wir bevorzugen das Hauptrestaurant, da man hier bequem sitzt und von sehr aufmerksamen Kellnern bedient wird. Es gibt aber auch ein großes Büffetrestaurant, das haben wir aber nur morgens und mittags genutzt. Dann war es aber auch oft rappeldicke voll, so dass man sich mühsam einen Platz suchen musste. 3.500 Passagiere, da kann es halt auch mal ein wenig zum Stau kommen. Nach dem Essen haben wir noch ein wenig bei der Show im Theater zugeguckt, eine nette Tanz- und Kostümwechselshow, aber zwischendurch nicken wir doch mal weg. Es war ein langer aufregender Tag und wir schlafen wunderbar auf dem großen bequemen Bett in unserer Kabine.

Der erste Tag: Cartagena

12 Stunden Schlaf, wir hatten es nötig. Und da das Schiff eh erst um 11 Uhr in Cartagena anlegt, konnte man sich ja Zeit lassen. So dachten leider auch alle anderen 3.500 Passagiere und wir drängeln uns alle gleichzeitig zum Frühstück ins Büffetrestaurant. Erst mal einen Überblick über das Speisenangebot bekommen, wo ist was, wo gibt es Getränke. Es gibt für jeden Geschmack etwas, reichliche und leckere Auswahl, man kann wirklich nicht meckern. Außer vielleicht über die Lautstärke im Speisesaal, aber das liegt einfach an der Größe. An Deck erleben wir das Einlaufen in den geschützten Hafen mit. Unser fast 300 m langes Schiff dreht in dem engen Hafenbecken auf der Stelle, alle sind ganz gebannt, dann legt es an.

Gut gestärkt nehmen wir den Tag in Angriff. Wir haben von Royal Caribbean einen Ausflug gebucht, eine Segway-Tour. Nachdem mein Mann das gelesen hatte, dass man eine Segway-Stadtrundfahrt machen kann, war er Feuer und Flamme. Und nach kurzer persönlicher Einweisung in die zweirädrigen Gefährte, die man per Gewichtsverlagerung steuert, geht es auch schon los. Es macht unglaublichen Spaß und schon nach kurzer Zeit hat man das Gefährt im Griff und kann Slalom um die Palmen fahren. Wir fahren sogar auf den Berg der Stadt, wo ein ehemaliges Fort steht, mit einem tollen Ausblick auf Cartagena und unser Schiff im Hafen. Danach geht es noch in die Felsenhöhlen, in die sich die Bewohner von Cartagena im Krieg geflüchtet hatten und ein Amphitheater wird besichtigt. Das Wetter ist toll, kaum zu glauben, das schon fast November ist.

Da das Schiff direkt an der Altstadt anliegt, haben wir uns ein wenig an Bord gestärkt und sind dann noch einmal auf eigene Faust durch die Altstadt von Cartagena gebummelt. Wunderschöne alte, zum Teil aber auch schon recht verfallene Häuser, mit schönen schmiedeeisernen Balkongittern, wir lassen das Flair der Stadt auf uns wirken. Abends ist das erste formale Dinner. In der „Tageszeitung“ des Schiffes, die abends immer in der Kabine liegt, steht der sogenannte Dresscode für den Abend. Wir freuen uns, uns mal schickmachen zu dürfen. Das Essen ist dementsprechend auch noch ein wenig besser und ausgefallener als an den „normalen“ Abenden. Wir genießen ein wunderbares 4 Gänge Menü, das wir uns aus einer Auswahl von jeweils 6 Vorschlägen (pro Gang!) selber kombinieren können, je nach Geschmack. Abends sehen wir uns noch in dem großen schönen Theater (mit 1.500 Sitzen) die Show an, 4 Sängerinnen mit tollen Stimmen singen nach Motown-Art, wir sind begeistert. Aufgrund der Passagieranzahl gibt es auch vor dem Theater manchmal etwas Gedränge. Viele der Passagiere stehen schon vor der Öffnung des Theaters an, um an möglichst gute, sprich vordere Sitze, zu bekommen. Wir kommen lieber später, nehmen dafür hintere Sitze in Kauf. Nach dem Theater macht es immer viel Spaß über die Promenade zu bummeln, zu schauen, wo ist was los. Die Nächte sind hier immer so kurz, es gibt so viel zu sehen und zu erleben.

Der zweite Tag: Malaga, Halloween

Heute haben wir einen Ausflug mit Sinnings gebucht, eine Stadtrundfahrt mit Besichtigungen. Wir fahren auf den Berg mit der Festung Gibralfaro mit einem tollen Blick über ganz Malaga. Zu Fuß geht es auch noch durch die Altstadt von Malaga, wunderschöne alte spanische Häuser und in die Kathedrale, groß wie ein Dom und voller Prunk ausgestattet. Noch ein wenig Zeit alleine rumzubummeln, natürlich muss es auch noch ein echtes Malaga-Eis sein, dann geht es mit dem Bus zurück zum Schiff.

Diesmal liegt die ‚Liberty‘ ein wenig weiter entfernt von der Altstadt, aber es war auch ein (gebührenpflichtiger) Shuttle zu nutzen, wenn man auf eigene Faust die Stadt erkunden wollte. Wir sind dann noch ein wenig gelaufen, da wir einen Strand gesehen haben und wir gerne mal, zumindest mit den Füßen, im Mittelmeer baden wollten.

Am Nachmittag haben wir erst mal noch am Pool entspannt, die Anreise steckt uns noch in den Knochen und wir sind ja auch schließlich zum Erholen im Urlaub. An Bord ist es sehr schön, wenn alle anderen auf Ausflügen sind. Man hat die freie Wahl, wo man sich niederlassen möchte, in der Sonne, im Schatten, am Activity Pool, am Kinderpool oder doch lieber im Ruhebereich. Durch die verschiedenen Poolarten, die auch visuell und akustisch getrennt sind, kann jeder sich das aussuchen, was ihm am besten behagt. Gut gelöst.

Abends gibt es eine Show mit einem Gesangsduo und anschließend ist große Halloween Parade der Mitreisenden und des Personals auf der Royal Promenade. Wir sind doch sehr erstaunt, wie viele Passagiere doch recht aufwändige Kostüme mit auf die Reise genommen haben. Da Royal Caribbean auch eine Zusammenarbeit mit Dreamworks hat, waren auch viele Charaktere aus den bekannten Animationsfilmen, wie Kung Fu Panda, Shrek, die Madagaskar-Tiere … mit in der Parade. (Die Tiere liefen die Kreuzfahrt über auch mal durch das Schiff und man konnte sich mit Ihnen fotografieren lassen, auch mit der eigenen Kamera. Da wir solchen Sachen mögen, und die Filme auch kennen, haben wir dies begeistert aufgenommen. Ein bisschen Blödsinn muss auch mal sein.) Über die Kreuzfahrt verteilt kamen auch die neuesten Kinofilme von Dreamsworks im Theater in Dolby 3D, allerdings in Englisch, d.h. wer nicht fließend englisch kann, für den ist es nicht so ganz einfach. Auch Vorträge sind auf Englisch. Aber es ist halt eine amerikanische Kreuzfahrtlinie, und wenn man bedenkt, dass bei 3.500 Passagieren nur 350 Deutsche an Bord sind, da ist dann Englisch natürlich die Hauptsprache. Aber in den Bars und Restaurants kommt man mit rudimentären Sprachkenntnissen ganz gut durch. Und Dank Sinnings gibt es ja hochkarätige Ausflüge in Deutsch.

Anschließend ist noch Halloween Tanzparty auf der Eisbahn, die für diesen Zweck abgedeckt wurde. Ja, es gibt auf dem Schiff eine richtige Eisbahn, auf der man Schlittschuhlaufen kann und wo ein paarmal eine tolle Eisrevue gezeigt wurde, die sich vor Holiday on Ice nicht zu verstecken braucht.

Der dritte Tag: Cadiz/Jerez

Wir unternehmen mit Sinnings einen Busausfug, der uns zuerst nach Arcos de la Frontera führt. Ein uriges kleines weißes Städtchen, hoch auf einem Felsen gelegen. Nach einer kleinen Führung haben wir ein wenig Zeit, auf eigene Faust rumzubummeln, es hätte ruhig ein wenig länger sein dürfen, es war wirklich hübsch dort. Danach geht es nach Jerez, wo wir die Bodega Harvey besichtigen.

Hier wird Sherry und Brandy hergestellt und wir sind sehr beeindruckt von den vielen Reihen von schwarzen Fässern, die das edle Gut enthalten. Am Ende gibt es eine Verkostung und sie sind sehr spendabel, ganze Flaschen von diversen Sorten kommen auf die Tische und wir verkosten kräftig. Alle sind gut drauf. Am Hafen bummeln wir noch auf eigene Faust ein wenig durch Cadiz. Auch hier liegt das Schiff direkt an der Stadt. Es ist Fronleichnam, ein spanischer Feiertag und Familien sind unterwegs, überall stehen Stühle und Tische draußen (strahlender Sonnenschein! im November), es ist gemütlich. Mit müden Füßen kommen wir zurück aufs Schiff und stärken uns erst mal auf der Royal Promenade.

Abends gibt es wie immer ein sehr gutes 4-Gänge-Menü und die abendliche Show sind heute Akrobaten, Tanz, Gesang. Ein schöner, ereignisreicher Tag geht zu Ende.

Der vierte Tag: Seetag

Heute ist Ausruhen angesagt, aufstehen ohne Wecker, Zeit das Schiff zu erkunden. Wir haben sogar eine Stunde Schlaf geschenkt bekommen, denn über die Tage gibt es nach und nach durch die Zeitumstellung Stunden dazu.

Die ‚Liberty of the Seas‘ ist ein wunderschönes Schiff, aber man braucht eine Weile, um erst mal alles entdecken zu können. Wir haben ja zum Glück noch die Woche Transatlantik, so dass wir alles ganz in Ruhe auskundschaften können. Wir genießen das schöne Wetter am Pool, es ist sonnig, aber windig. Wir finden es am Ruhepool am schönsten, und es findet sich immer ein Plätzchen, wenn auch nicht immer in der Lieblingsecke. Liegen reservieren ist übrigens nicht nur deutsche Eigenart!

Der fünfte Tag: Teneriffa

Wir machen einen über RCCL gebuchten Ausflug mit. Gleich am Anfang regnet es und wir haben keinen Schirm und sind auch zu luftig angezogen, die Laune sinkt etwas. Wir machen einen Rundgang durch La Laguna. Danach hört der Regen zum Glück auf. Mit dem Bus geht es durch die Berge, es gibt schöne Aussichten, wo Fotostopps gemacht werden können. Ziel ist ein kleines Örtchen auf der anderen Inselseite namens Taganana, dort gibt es eine kleine Pause mit Imbiss: Ziegenkäse, Oliven, Wein. Leider sieht man vom Örtchen nichts, und es wurde auch nichts erklärt. Der Bus fährt weiter zum Strand Las Teresitas, dem schönsten auf Teneriffa, wo man kurz raus darf, mal gucken (und da ich Sand sammele, eine kleine Sandprobe mitzunehmen). Dieser Ausflug der Reederei hat uns nicht gerade umgehauen.

Zurück am Schiff hätte man auch selber nochmal das Städtchen erkunden können, denn das Schiff liegt wieder sehr zentral. Aber wir haben müde Füße und gehen lieber in die Sauna und den Whirlpool zum Aufwärmen. Als Überraschung liegt Nase an Nase mit der ‚Liberty‘ die ‚Queen Mary 2‘. Wegen Sturms auf den Azoren leistet sie uns hier Gesellschaft. Ein schönes Fotomotiv. Und ich wollte sowieso mal die QM2 sehen, wäre deswegen mal nach Hamburg gefahren, wie praktisch, das kann ich mir nun sparen.

Nach dem wieder sehr guten Abendessen, einer guten Show eines jungen Zauberkünstlers stürzen wir uns ins Nachtleben des Schiffes. Allein die vielen Bars mit verschiedenen Musikstilen zu besuchen, dazu braucht man schon viele Tage. Wir arbeiten daran.

Der sechste Tag: La Palma

Heute steht wieder ein Ausflug von Sinnings auf dem Programm. Wir machen gerne Ausflüge mit, denn die Reiseleiter haben viel zu erzählen und zu zeigen, wo man alleine wahrscheinlich nicht hingekommen wäre. Sollten wir die Route irgendwann noch einmal machen, dann werden wir auch mehr selber die Städte erkunden, jetzt wo wir wissen, wo das Schiff strategisch günstig anlegt. Denn nach den stundenlangen Ausflügen reicht die Energie oft nicht mehr für allzu lange Eigenausflüge.

Es geht mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt, wo eine entzückende kleine Kirche steht, dann zum Vulkankrater „San Antonio“, wo man bis auf den Krater wandern kann. Im Infopoint läuft sogar ein Film auf Deutsch. Anschließend geht es noch zu einer Finca, mit einem fantastischen mediterranen Garten und einer Töpferei. Sehr malerisch.

Zurück am Schiff sehen wir genau gegenüber einen kleinen Strand mit pechschwarzem Sand. Ich will dort unbedingt meine Sammlung erweitern und mein Mann mault zwar, wir haben beide müde Beine, aber los geht’s. Ein Tipp: Wer dort hin möchte, unbedingt den oberen Weg an der Straße lang nehmen, der untere endet im Hafen ohne Möglichkeit an den Strand zu gelangen. Dies stellen wir fest, als wir im Hafen sind, den Strand vor uns sehen, getrennt durch einen unüberwindlichen Zaun. Also wieder zurück und wieder laufen. Die Beine werden immer schwerer. Zum Glück gibt es am Strändchen einen Kiosk und wir können dort erst mal was trinken. Am Strand treffen wir ein Schweitzer Ehepaar, wie wir professionell ausgerüstet mit Sandsammeltüte, mit dem wir über das gemeinsame Hobby ins Gespräch kommen. Sie sind auch von der ‚Liberty‘, wie sich rausstellt.

Zurück auf dem Schiff haben wir so einen Hunger, das wir in das Fastfood-Restaurant „Johnny Rocket‘s“ gehen, denn die anderen Restaurants sind gerade geschlossen und bis zum Dinner sind es noch zwei Stunden hin, wir wären verhungert. Es gibt vorzügliche Burger, Pommes, Zwiebelringe und ein uriges Ambiente eines alten Diners a la 50er Jahre. Leider ist es leer bis auf zwei Tische. Wenn mehr Betrieb ist, dann tanzen die Kellner zwischendurch mal durch die Gänge, das haben wir aber leider nur durch Hörensagen mitbekommen. Abends haben wir nach der Show wieder Energie und bummeln durchs Schiff, verspielen ein paar Dollars im Casino, hören hier und da den verschiedenen Musikrichtungen in den verschiedenen Bars zu.

Der siebte bis dreizehnte Tag: Seetage

Ohne Wecker ausschlafen, es wartet ja kein Ausflug und hin und wieder eine Stunde Schlaf dank Zeitumstellung geschenkt bekommen. Herrlich.

Wir nutzen die Woche zum Erholen. Tag für Tag, den wir näher nach Miami kommen, wird es wärmer, das Wetter ist toll, kaum Seegang, die Seekrankheitstabletten werden nicht gebraucht. Nur einen Tag regnet es durch, ein warmer Regen. Wir liegen trotzdem am Pool unter dem Dach und relaxen. Mittlerweile hat man so seine Lieblingsecke und anderen geht es ähnlich und man unterhält sich mit den Liegenachbarn, liest und zwischendurch geht man was essen oder trinken.

Das Schiff bietet auch tagsüber viele Aktivitäten an. Toll ist das Sportdeck. Ein netter kleiner Minigolf-Platz, eine Kletterwand, den ganzen Schornstein hoch, ein Basketball / Fußballplatz und ein Flow Rider, wo Surfer eine stehende Welle haben, auf der man pausenlos surfen kann. Auch Anfängern wird dies gezeigt und Hilfestellung gegeben, wir schauen lieber zu. Eine Laufbahn ist ausgezeichnet, was auch viele zum Joggen und Walken nutzen, das Fitnessstudio ist stärker frequentiert, man kann basteln, singen, malen, Geld ausgeben, Vorträge anhören, Kinofilme sehen, und und und. Auf der Promenade gibt es eine 70er-Jahre-Party, am Pool steigt in diesen Tagen eine Grillparty. Im Schiff gibt es an diesen Tagen abends überall Fotostationen, wo man sich kostenlos professionell fotografieren lassen kann, ohne Zwang, die Bilder dann auch zu kaufen. Aber sie fotografieren sehr gut, und so leistet man sich dann doch das eine oder andere Bild. Tipp: Erst am Ende der Kreuzfahrt alle Bilder vergleichen und dann die schönsten aussuchen. Und es ist wirklich kein Problem, wenn man von 30 Bildern dann nur ein oder zwei nimmt (oder mehr, je nachdem, Kosten ca. 20 Dollar pro Foto in ca. DIN A4 Format). Wir erkunden das Schiff von vorne nach hinten und entdecken immer wieder neues. Und ehe man sich versieht, ist auch diese Woche schnell vergangen. Von Langeweile keine Spur. Unsere Befürchtungen, dass es uns nicht gefällt, vom Winde verweht, jederzeit wieder Transatlantik – vielleicht schon nächstes Jahr?

Der vierzehnte Tag: Abreise

Morgens noch Frühstück und dann Adieu ‚Liberty of the Seas‘. Wir haben über Sinnings noch eine Stadtrundfahrt durch Miami gebucht, um die Wartezeit bis zum Rückflug noch ein wenig zu überbrücken und noch das schöne sonnige und warme Wetter zu genießen, ehe es zurück geht ins novemberliche Deutschland. Alles ist pünktlich, der Rückflug lang, aber – dank genügender Beinfreiheit und pro Sitz einem eigenen kleinen Bildschirm im Vordersitz – auszuhalten. Noch ein Bustransfer von Düsseldorf nach Hause und dann ‚Home – sweet Home‘. Ein Traumurlaub ist zu Ende und wir haben jede Stunde genossen.  

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