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Danke für Ihre Empfehlung!

Celebrity Constellation

Ostsee

Claudia Raddünz

Nach langem sehnsuchtsvollem Warten ist es endlich wieder soweit, unser Urlaub und somit unsere Kreuzfahrt in die Ostsee beginnt. Es konnten sich nur sechs Passagiere für dieses Angebot von Kreuzfahrten Sinning begeistern (ich glaube, nach Lesen dieses Berichtes werden viele denken, ja das könnte mir auch gefallen), so fahren wir diesmal in kleiner Truppe. Wie gewohnt kümmern sich Anja und Ludwig Sinning perfekt um ihre Gäste und so kommt es, das Ludwig uns persönlich im neuen Kreuzfahrten-Transporter nach Amsterdam fährt. Die Anreise ist relativ kurz und komplikationslos. Schon im Wagen lernen wir sechs uns kennen, und werden dies in den Kreuzfahrttagen noch vertiefen, auch da wir abends zusammen im Hauptspeisesaal an einem Tisch sitzen. In Amsterdam angekommen checken wir ein, schon nach einer halben Stunde sind wir an Bord. Ein Begrüßungssekt zu Feier des Tages und dann wird das Schiff erkundet. Wir sind schon 3x auf der Constellation gefahren, aber immer finden sich Neuerungen und auch das Bekannte wiederzusehen macht Freude. Am Pooldeck gibt es herrliche neue Lounge Möbel und da wir sehr früh aufgestanden sind, weihen wir diese gleich mit einer kleinen Mittagspause ein. Die Zeit vergeht wie im Flug und ehe wir bei herrlichem Sonnenschein ablegen, findet noch die übliche Sicherheitsübung statt. Wir müssen uns nur an dem für uns verabredeten Treffpunkt versammeln und als alle vollständig versammelt sind, sind wir auch schon wieder erlöst und wir legen endlich ab. Wir haben bei dieser Reise ein Getränkepaket dazu geschenkt bekommen (was wirklich sehr bequem ist, und, wie wir im Laufe der Reise feststellen, auch dazu animiert, das eine oder andere Getränk mehr zu bestellen) und probieren dies gleich mal aus, indem wir uns den obligatorischen Sail-away-Cocktail gönnen. Ungefähr zwei Stunden fährt die Constellation von Amsterdam aus auf einem Kanal durch die Landschaft und wir haben eine der bequemen Liegen auf dem obersten Deck belegt, genießen die Sonne, die Aussicht, unseren Cocktail und lernen unsere Liegennachbarinnen kennen, zwei Amerikanerinnen aus Philadelphia, mit denen wir uns im Laufe der Kreuzfahrt noch mehr anfreunden. Wir entern die Nordsee durch eine Schleuse und dann ist es auch schon Zeit für das Abendessen. Wir finden unseren Tisch im Speisesaal und lernen unsere Kellner für diese Reise kennen. Nach dem Essen geht die Erkundung weiter und abends fallen wir todmüde in das sehr bequeme Bett.

Seetag

Ein erholsamer Tag auf See. Auf dem Schiff werden viele Aktivitäten angeboten, Tanzstunden, Einführungskurse im Casino, Bastelstunde, Sport, für alle Geschmäcker ist etwas dabei. Wir genießen das Nichtstun und freuen uns auf abends, denn wir haben Hochzeitstag und für abends ein Dinner im feinen Restaurant Ocean Liners gebucht. Und das Dinner wird wunderbar. Wir haben einen tollen Tisch direkt am Fenster, das Essen ist köstlich und der dazu gereichte Wein schmeckt und beschert uns einen leichten Kopf. Was für ein schöner Anfang der Kreuzfahrt.

Warnemünde

Der kleine, charmante Ort in der Ostsee ist ganz auf Touristen eingestellt, viele Restaurants, Eisdielen, kleine Geschäfte, zu Fischbuden umgebaute Fischkutter (man muss aufpassen, das einem die frechen Möwen nicht das Fischbrötchen im Flug aus der Hand reißen) und ein toller 150 Meter breiter feiner Sandstrand, der flach weit ins Meer abfällt. Die Constellation liegt praktisch mitten im Ort, daher ist es einfach, zu Fuß etwas zu unternehmen. Das Wetter ist wieder herrlich, Sonne, es weht ein leichter Wind. Wir sind verabredet und verbringen den Tag in Warnemünde mit unserer Mutter, die aus Berlin hergekommen ist, um uns zu treffen. Ein Großteil der anderen Passagiere, vor allem die Amerikaner und Kanadier, machen es umgekehrt, sie machen einen Ausflug nach Berlin. Das dauert lange, denn bis nach Berlin ist es eine 3-stündige Busfahrt, dann das große Sightseeing-Programm, dann die Rückfahrt. Aber näher kommen sie der geschichts-trächtigen Stadt nicht, also nutzen sie es, auch wenn es anstrengend ist. Aber wir hören von allen, die dort waren, dass es sich für sie gelohnt hat. Das ist schön. Wir freuen uns über einen gemütlichen Tag mit Dampferfahrt, Pause am Strand und ein schönes Fischessen im Lokal. Erst nachts um halb eins legen wir ab, so lange dauerte es, bis alle Passagiere wieder an Bord sind.

Seetag

Zum Glück für alle Spätheimkehrer ist der nächste Tag ein Seetag zum Ausschlafen und Relaxen. Wir entdecken einen neuen Lieblingsplatz am Bord, das Café al Bacio. Ein Café mit bequemen Ohrensesseln, schöner Aussicht durch riesige Panoramafenster und köstlichen Kaffee-und Teespezialitäten. Das Getränkepaket animiert öfter mal zu einem Päuschen in diesen gemütlichen Sesseln. Und zu den entzückenden, winzigen, köstlichen Kuchenspezialitäten im Al Bacio können wir auch nicht immer nein sagen. Oh oh, das alte Klischee mit dem dauernden Essen auf Kreuzfahrtschiffen, sollte da doch was dran sein? Abends ist eine Show mit der sympathischen britischen Sängerin Jayne Curry und anschließend noch Latin-Dance Party, wer möchte, kann sogar vorher noch Salsa lernen. Die Stimmung steigt, das Tanzensemble zeigt noch eine spritzige Tanzvorführung auf der Dance Party und so feiern wir bis in den frühen Morgen.

Tallinn-Estland

Das Schiff liegt am Anleger nahe der Altstadt, die man von Deck aus schon sehen kann, da ein Teil der Altstadt erhöht auf dem zentralen Domberg liegt. Trotz der Rolle als estländische Hauptstadt mit teilweise weltstädtischem Flair, ist Tallinn doch so überschaubar, das man an dem einen Tag, den man während der Kreuzfahrt da ist, doch sehr schön viele Sehenswürdigkeiten anschauen und die Stadt auf sich wirken lassen kann. Tallinn besticht durch die Altstadt mit der gut erhaltenen Stadtmauer, von deren ehemals 2,35 km mit 46 Wachtürmen noch 1,85 km mit 26 Türmen erhalten ist. Einige Türme liegen dicht beieinander und man kann sie besteigen und besichtigen. Wir waren z.B. auf einem Ensemble von 3 Wehrtürmen, verbunden durch einen hölzernen Lauf, die wir für den kleinen Preis von 1,50 Euro (praktischerweise hat Estland auch den Euro als Währung) besichtigen konnten und hatten von dort oben einen sehr schönen Blick über die Dächer der Stadt und auf die anderen Wehrtürme. Wir waren wieder alleine unterwegs, mit einem kleinen Cityreiseführer über Tallinn, und mit Hilfe der darin enthaltenen Karte fanden wir die interessantesten Sehenswürdigkeiten dieser gemütlichen, mittelalterlich wirkenden Stadt: die Kirchen, deren Türme man z.T. auch besteigen kann für einen tollen Ausblick; den Rathausplatz, wo prachtvolle alte Bürgerhäuser im Schatten des gotischen Rathauses einen großen und belebten Platz umrahmen, auf dem viele Restaurants außen schöne Holzterrassen aufgestellt haben, wo man sich zu vernünftigen Preisen stärken und doch alles sehen kann. Kleine mittelalterliche Gassen mit schönen Geschäften z.B. den Katharinengang mit Töpfereien und anderen Handwerkskünsten; den Dom auf dem Domberg. Es machte einfach Spaß durch die Straßen und Gässchen zu laufen und alles zu entdecken. Uns hat vor allem gefallen, dass die Altstadt nicht verramscht wurde. Man sieht keine Läden mit billiger Importware, alles hat Flair und es gibt Handwerkskunst made in Estland, Töpfereien, Galerien, Handarbeiten (tolle handgefertigte Tischdecken), und alles zu noch moderaten Preisen. Auch dass das Exterieur der Läden und Restaurants im Stil der mittelalterlichen Stadt gehalten wurde, macht einen schönen Eindruck. Wir haben Mittagspause in einem Hinterhof-Cafe gemacht, wo estländische Speisen auf handgetöpfertem Geschirr mit selbstgebackenem Brot serviert wurden, wenn man wollte, hätte man sich das Geschirr auch gleich kaufen können. Uns bekannte Amerikaner sahen uns dort sitzen und trauten sich dann auch hinein und probierten auf unsere Empfehlung dann auch mal was Einheimisches. Meist ist es ja nach dem Motto „was der Bauer nicht kennt…“. Freunde von Action können auch z.B. direkt am Hafen mit einem gesicherten Heißluftballon aufsteigen, um Tallinn von oben zu sehen, oder mit Segways oder Mountainbikes die Stadt erkunden. Fußmüde von einem spannenden Tag bei bestem Wetter sehen wir abends noch die Show „Land of make believe“ im Stil von Alice im Wunderland, bunt mit Tanz und Gesang. Ein Feuerwerk an guter Laune. Gemeinerweise wird uns durch Zeitumstellung noch eine Stunde von unserer ohnehin schon kurzen Nacht gemopst, denn morgen sind wir in

St. Petersburg, Russland

Und hier heißt es früh aufstehen, denn wir haben einen Tagesausflug auf Deutsch gebucht, der geht um 7 Uhr morgens los, also früh aus den Federn, frühstücken im Gedränge, denn natürlich gehen alle Ausflüge früh los und alle sind zur selben Zeit unterwegs. Die Einreisebestimmungen sind strikt, so dass man einen Ausflug gebucht haben muss, das Ticket des Ausflugs ist dann quasi das Visum. Die Einreisekontrolle dauert fast eine Stunde, denn es wird sehr gründlich kontrolliert, ähnlich den Einreisekontrollen in die USA, wer das kennt. Wir haben Glück, in unserer deutschsprachigen Tour, die wir im Voraus über Celebrity gebucht haben, sind nur 12 Teilnehmer, wir haben einen wendigen, flotten Kleinbus und eine junge, sehr nette und kompetente Reiseleiterin, unsere Svetlana. St. Petersburg ist groß und auf dem Weg zu den vielen Sehenswürdigkeiten lernt sich unsere kleine Truppe schnell kennen, und auch später auf dem Schiff halten wir noch weiter Kontakt, treffen uns im Cafe al Bacio oder sind der Fanclub für unseren Mitreisenden Dirk, der beim Karaoke „Celebrity sucht den Superstar“ teilnimmt. Die zwei vollen Tage Ausflugsprogramm sind gut gefüllt mit vielen tollen Sehenswürdigkeiten, wovon wir nur schaffen, die berühmtesten zu sehen. Einer der Höhepunkte ist natürlich der Winterpalast mit der Eremitage, in deren beeindruckenden Räumlichkeiten die bekanntesten Künstler der Welt (z.B. Leonardo da Vinci, Rembrandt, Michelangelo, Raffaelo, van Gogh, Picasso, Monet, Degas u.v.a.) mit Gemälden und Skulpturen vertreten sind. Svetlana führt uns stundenlang durch die beeindruckendsten Kunstwerke und mit ihrem Wissen vermittelt sie uns Einblicke in Hintergründe, die uns z.B. auch als nicht Kunstkenner staunen lassen. Wir sind schwer beeindruckt. Natürlich ist es überall voll, denn tausende Touristen sind in der Stadt und schauen sich natürlich genauso wie wir die bekanntesten Stätten an. Aber dank eines Systems mit Ohrhörern, die alle Touristentruppen haben müssen, kann man Svetlana überall verstehen und die Geräuschkulisse in den Räumlichkeiten bleibt auszuhalten, man kann alles verstehen und muss nicht direkt neben den Reiseleitern stehen. Ein gutes System. Nach einer Mittagspause mit einem einfachen, aber essbaren Dreigang-Menü geht es weiter. Ein Halt an der Newa, natürlich darf auch der obligatorische Souvenirladen nicht fehlen (nie sah ich so viele Matrioschkas auf einen Haufen), das Schlachtschiff Aurora wird (von außen) besichtigt, auch vom Bus aus sieht man viel, die Peter und Paul Kathedrale, die wir leider nicht näher sehen, dafür sind wir an der Kirche vom heiligen Blut, mit ganz pittoresken bunten Zwiebeltürmchen. Hier tobt das Leben, sehr viele Leute, auch russische Touristen, denn im Park nebenan scheint ein Festival zu sein. Überall Stände mit Leckereien und Süßigkeiten. Ein toller Einblick in das russische Leben. St. Petersburg hat viele Kanäle und es fahren Dampfer durch die Stadt, auf denen auch Ausflügler die hübschen alten Häuser von St. Petersburg besichtigen. Abends auf dem Schiff rappeln wir uns nochmal nach dem Dinner auf, die russische Folkloreshow mitzuerleben, aber wir nicken doch hin und wieder weg. Es war ein anstrengender Tag und morgen beginnt es genauso früh. Am nächsten Tag bricht unsere kleine Truppe auf zum berühmten Katharinenpalast, der prunkvollen Zarenresidenz Katharina der Ersten. Wir als kleine Gruppe sind morgens die ersten, die eintreten können und so haben wir den Palast praktisch für uns, ein tolles Erlebnis. Hier gibt es herrlich restaurierte historische Räume mit viel Gold, Spiegeln, das berühmte Bernsteinzimmer (als Nachbildung), aber toll gemacht (kaum zu glauben, in welchen Farben es Bernstein gibt, von kirschrot über gelb bis zu fast farblos), einen sehr gepflegten Park, in dem wir einer A-Capella-Gruppe von Tenören zuhören. Die Zwiebeltürmchen glänzen in strahlendstem Gold in der Sonne, als wir wieder in unseren kleinen Bus steigen und uns auf den Weg machen zu einem weiteren Highlight: der Residenz Peterhof. Vor dieser Besichtigung landen wir in einer Touristenabfütterungsstation, wo wir wieder ein (nach russischem Standard sicherlich luxuriöses) Mittagessen bekommen. Interessant, doch sie geben sich Mühe und es ist gut organisiert, die Massen von Touristen zu beköstigen. Peterhof, ein von Peter dem Großen 1714 angelegter Palast mit prachtvollem Park, in dem sich eine Vielzahl verschiedener prunkvoller Wasserspiele befindet. Ein über 20 km langes hydraulisches System, eine Meisterleistung der damaligen Zeit, ermöglichte es schon damals, alle Springbrunnen und Wasserspiele, die meisten reich verziert und vergoldet, in Betrieb zu nehmen. Wir sehen nur den Park, nicht den Palast von innen. Es ist beeindruckend, wie aufwendig die Zaren damals gelebt haben, was für ein Prunk. Auf der relativ langen Rückfahrt schlafen wir fast alle im Bus ein, die langen Tage fordern ihren Tribut. Abends, nach dem wie immer sehr guten Dinner im Hauptspeisesaal, wollen wir die Artistik Show „Man from Mars“ dann doch nicht verpassen und halten tapfer durch. Was für eine Stadt, wir haben viel gesehen, einiges gelernt und waren sehr beeindruckt, und so war auch die Meinung aller Mitreisenden.

Helsinki, Finnland

ist unser nächstes Ziel. Celebrity bietet einen Bus-Shuttle-Service für ein paar Dollar in die Innenstadt an, und wie es scheint, nutzen das ziemlich viele Passagiere. Aber es ist gut organisiert, und so kommen wir alle schnell und unkompliziert genau dahin, wo Touristen gerne hinwollen. Man kann nie alles an einem Tag sehen, aber dank der dichten Stadtstruktur mit einem klassischen Innenstadtkern ist das Gros der Sehenswürdigkeiten auch gut zu Fuß zu erkunden. Wir bummeln durch die Einkaufsstraßen und Parks und kommen dann zum touristischen Mittelpunkt, dem Dom am Senatsplatz. Ihm zu Füßen liegt der Marktplatz mit vielen wirklich urigen Ständen, denn hier gibt es fast nur Kunsthandwerk jeglicher Art und viele Buden, an denen man Fischspezialitäten essen kann, gut geschützt unter Netzen, denn die Möwen hier sind ganz gewitzt und schnappen sich bei unvorsichtigen Essern ihren Anteil direkt von der Gabel. Hier legen auch die Fähren und Dampfertouren ab. Nachdem wir die Uspenski-Kathedrale besichtigt haben, wo wir das Glück haben, in dieser mit Gold und Ikonen reich geschmückten Kirche einen Teil eines russisch-orthodoxen Gottesdienstes mit zu erleben, nehmen wir die öffentliche Fähre auf die Festungsinsel Suomenlinna. Nach 15 Minuten Fahrt sind wir auf dieser grünen Oase in der Ostsee, ein Freilichtmuseum, das man überall begehen kann. Wir haben das Gefühl, nur wir und eine Handvoll Finnen, meist Mütter mit kleinen Kindern, genießen die Sonne hier auf dieser schnuckeligen kleinen Insel. Eine gemütliche Kaffeepause, dann finde ich noch einen winzigen Badestrand, an dem ich meine Sandsammlung erweitere, was für ein schöner Tag. Die Abendunterhaltung bestreitet heute ein junger dänischer Zauberkünstler, der uns immer wieder verblüfft, auch ohne Jungfrauen zu zersägen.

Stockholm, Schweden

Hier ist unsere Balkonkabine Gold wert. Geweckt durch schönen Sonnenschein schaue ich durch die Balkontür und da sehe ich das, was im Reiseführer mit „wunderschöne Durchfahrt der Schären vor Stockholm“ beschrieben wird. Wir beide machen es uns auf dem Balkon bequem und genießen die vielen kleinen Inselchen, mal winzig, mal größer, mit den kleinen typischen rot-weißen Schwedenhäuschen. Die Landschaft zieht langsam und still stundenlang an uns vorüber, wir sehen Fähren und Segelboote, alles im frühen Morgen-Sonnenlicht, wunderschön! Leider liegt unser Schiff nicht so zentral (dieser Platz wurde von einem Costa Schiff belegt, Pech), wir sind in einem Fährenhafen, ab dem man entweder als Ausflug unterwegs sein kann, teuer mit einem Hop on-hop off Bus oder günstig per Linienbus in die Altstadt Gamla Stan fahren kann. Wir haben praktischerweise schon zu Hause schwedische Kronen eingetauscht, so dass wir mit dem Bus fahren, wir stehen auf Abenteuer und sind gerne auf eigene Faust unterwegs. Wir haben anstrengende Tage hinter uns, so dass wir durch die Altstadt Gamla Stan am königlichen Schloss mit seinen fotogenen Ehrenwachen vorbei direkt zum Hafen gehen, wo wir uns für eine zweistündige Dampferfahrt Tickets kaufen, die auch in Kürze losgeht. Während wir in der Schlange für den Einstieg zum Dampfer warten, marschiert auch noch mit Marschkapelle das Batallion zum Wachwechsel am Schloss in großer Uniform vorbei. Was haben wir für ein Glück. Auf dem Dampfer erklärt uns ein Audioguide in vielen Sprachen, was wir alles sehen – das Stockholm auf 14 Inseln erbaut ist, Hintergründe über die Stadt, die Politik, das Schulwesen und was man sonst noch mal so über Schweden wissen wollte. Wir wechseln durch zwei Schleusen, von der Ostsee in den See Mälaren und zurück, fahren unter diversen Brücken durch, sehen wie die Schweden wohnen. Oft sieht man die Einwohner sich auf den Uferfelsen sonnen, und laut Kapitän ist die Wasserqualität so gut, dass man auch mitten in der Stadt baden kann. Auch haben viele Schweden ein Segelschiff, das gefühlt direkt vor der Haustür liegt. Leider reicht die Zeit nicht, das Vasa-Museum zu besuchen, das ein vor 300 Jahren versunkenes prächtiges Schlachtschiff, die ‚Gustav Vasa‘, enthält, welches fast vollständig im Schlamm des Hafens erhalten, gut rekonstruiert dort ausgestellt wird. Wir bummeln noch durch die Altstadt, entlang am Nobel-Museum, am Königsschloss (mit den jetzt frischen, ausgewechselten Wachen), durch die Gässchen über den Platz „Stortorget“. Stockholm gefällt uns so gut, dass wir fest vorhaben, diese Stadt ein andermal separat zu besuchen, in Ruhe mit mehr Zeit. Schließlich haben wir so viel noch nicht sehen können. Wir freuen uns auf dem Rückweg wieder gemütlich auf unserem Balkon zu sitzen, die Füße hoch, ein leckeres Getränk in der Hand und die wunderschöne Landschaft an uns vorbeiziehen zu lassen. Ein absolutes Highlight! Als wir die offene See erreichen, machen wir uns fertig zum Essen, das abendliche Dinner ist immer schön. Mal abgesehen von dem wirklich vorzüglichen Essen (wir finden, das wir auf den Celebrity Schiffen wirklich die besten Steaks bekommen haben, die wir je gegessen haben) erzählen wir unseren Mitreisenden was wir alle so erlebt haben und freuen uns über diese tollen Tage.

Der nächste Tag ist dann endlich ein Seetag!

Endlich Ausschlafen (wir haben an Port-Tagen einfach das Gefühl, etwas zu verpassen und können dann einfach nicht lange schlafen)! Nach einem gemütlichen Frühstück im Ocean View Cafe lassen wir den Tag auf uns zu kommen. Es werden viele Aktivitäten angeboten, für jeden Geschmack ist etwas dabei, Langeweile kann nicht aufkommen. Die heutigen Highlights sind stark an unseren jungen, dynamischen Kapitän Tassos gekoppelt, der heute volles Programm hat. Zuerst erleben wir ihn in einer Kochshow, wo er gegen den Cruise-Direktor kocht. Beide können nicht kochen aber sie sind Showmen und das ganze Publikum liegt vor Lachen am Boden. Es ist köstlich. Die Publikumsjury nimmt den Ball auf und blödelt mit, herrlich! Später hält unser Kapitän noch einen Vortrag über den Bau der Celebrity Solstice, deren Bau er in Papenburg zwei Jahre als Sicherheitsoffizier begleitete, auch hier voller Humor. Nach dem Vortrag bin ich noch einmal zu ihm hin um ihn zu fragen, wie ihm Deutschland gefallen hat, und er war davon ganz begeistert und meinte, er würde solch einen Job gerne noch einmal machen. Von einem Mitreisenden unserer St.Petersburg-Truppe erfahre ich, dass man an der Guest Relation auch Stadtpläne und Infos über die Häfen bekommen kann. Man lernt doch immer noch dazu, ich freue mich und besorge mir für morgen einen Kopenhagen-Stadtplan. Nach dem Dinner sehen wir die tolle Show „Around the world“ mit bunten Kostümen und Liedern einmal um die Erde. Und danach folgt ein weiterer Höhepunkt, die Show „Liars Club“ (Club der Lügner) in dem nicht ganz jugendfreien Spiel erweisen sich Kapitän Tassos, der Cruise Direktor und der Hauptanimateur als ganz gewiefte Lügengeschichtenerzähler, denen man (fast) alles glaubt. Es ist zum Schreien, der ganze Saal kommt nicht aus dem Lachen.

Kopenhagen, Dänemark

heißt unser letzter Hafen. Wir haben eine entspannte späte Ankunft, um 10 Uhr gemütlich nach dem Frühstück machen wir uns auf, diese schöne Metropole zu erkunden. Wir wissen, dass das Schiff sehr günstig an der Langelinie festgemacht hat. Von hier aus brauchen wir nur am Wasser entlang zu bummeln und sind schon nach 10 Minuten an der kleinen Meerjungfrau, dem Wahrzeichen Kopenhagens. Umringt von Dutzenden Japanern / Chinesen, die alle „ihr“ Foto mit der Meerjungfrau haben müssen, warten wir ungeduldig auf eine Lücke, um mal ein Foto ohne andere Leute schießen zu können. Etwas weiter liegt Schloss Amalienborg, seit 200 Jahren der Wohnsitz der dänischen Monarchen, mit sehr fotogener Ehrengarde vor dem Schloss. Wir kommen an weiteren interessanten Punkten vorbei (englische Kirche, Botanischer Garten, Königliche Jacht, Springbrunnen, Dom) bis wir in dem pittoresken alten Stichkanal Nyhavn ankommen, der heute eine populäre Ausgehmeile ist, mit bunten Häuschen und davorgelegenen, schönen Restaurants in maritimer Atmosphäre. Es bringt unsere Fotoapparate zum Glühen. Von hier aus gehen auch die populären Hafenrundfahrten ab, die man unbedingt mitmachen sollte. Flache Boote, die durch die Kanäle der ganzen Stadt fahren, unter flachen Brücken hindurch, mit mehrsprachiger Erläuterung. Man sieht viel, wir finden Kopenhagen wunderschön. Auch eine Stadt zum Wiederkommen. Wir laufen noch ein wenig weiter durch die Stadt, sehen weitere Paläste und Kirchen, die neue Bibliothek. Überhaupt alle besuchten Städte haben uns total begeistert, alle Städte waren attraktiv und interessant, das fanden auch sämtliche Mitreisenden! Dank des perfekten Städtetrip-Wetters mit Sonne und so ca. 20 °C konnten wir in allen Häfen die geplanten Sehenswürdigkeiten bestens besichtigen. Aber natürlich reicht die Zeit nicht für alles. Wir haben tolle Anregungen für weitere Urlaube als Städtetrip bekommen, oder vielleicht noch einmal eine Kreuzfahrt in diese Richtung?

Ein letzter Seetag

wir genießen noch einmal alle Annehmlichkeiten des schönen Schiffs, lassen uns verwöhnen und denken am Nachmittag beim Kofferpacken schon wehmütig an den Abschied. Doch der letzte Abend wird noch einmal genossen, das Getränkepaket noch einmal kräftig strapaziert und unsere St.-Petersburg-Mannschaft verabschiedet sich in der Sky Lounge voneinander. Es war eine schöne Zeit und wir haben so viel gesehen und erlebt. Wir jedenfalls waren ganz hingerissen von dieser Tour und können sie nur weiterempfehlen. Die Abreise ist dank Reisebüro Sinning wieder ganz stressfrei und ehe wir uns versehen, sind wir aus Amsterdam auch schon wieder zu Hause. Adieu und bis zur nächsten Kreuzfahrt, denn nach der Kreuzfahrt ist vor der Kreuzfahrt und bei uns ist die Vorfreude schon Teil der Erholung und des Urlaubs!  

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