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Celebrity Constellation

Norwegen, Nordkap & Spitzbergen

Claudia Raddünz

Wir haben uns lange auf diese Kreuzfahrt gefreut und nun geht es los. Wie immer ganz unproblematisch, denn das Reisebüro Kreuzfahrten Sinning hat alles wie immer perfekt organisiert. Unser Bus geht ab Oldenburg und als wir eine Viertelstunde vor der Zeit da sind, sind wir doch tatsächlich die letzten.

In Leer steigen noch ein paar weitere Passagiere dazu, auch unser Reiseleiter Thorsten Eden, der uns auf dem Weg zum Hafen in Amsterdam schon Informationen gibt. Das Einchecken in Amsterdam geht schnell und bequem. Der Bus fährt direkt in das Kreuzfahrtterminal ein, die Koffer gehen direkt vom Bus in das Schiff, kein lästiges Schleppen mehr und als Gruppe werden wir bald zum Einchecken aufgerufen und dann geht es auf „unser“ Schiff. Wir kennen die Constellation schon von einer Karibik-Kreuzfahrt in 2009 und haben uns sehr auf ein Wiedersehen gefreut.

Schnell unsere Kabine suchen und dann erstmal ein Rundgang über das Schiff. Es ist so schön, wie wir es in Erinnerung haben. Nach einem Mittagessen im Büffetrestaurant mit Rundumverglasung, so dass man beim Essen immer von jedem Platz aus einen schönen Blick hat, gehen wir an Deck und suchen uns einen Platz an der Sonne. Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung legt die „Connie“ ab und es geht erstmal ein paar Stunden durch den Fluss, durch eine Schleuse, bis wir in der Nordsee sind. Das Wetter ist herrlich und wir genießen die Sonne und das vorbeiziehen der Landschaft gemütlich auf einem Liegestuhl. Herrlich.

Das abendliche Dinner findet im Hauptrestaurant statt, wo unsere Reisegruppe an 6er bis 8er Tischen zusammensitzt. Wir haben sehr nette Tischnachbarn und von unserem Tisch auf der oberen Galerie haben wir einen tollen Blick auf das große Heck-Panoramafenster. Es gibt jeden Abend ein 4 Gang-Menü, welches man sich aus einer Auswahl selber zusammenstellen kann. Wir haben festgestellt, so gutes Fleisch wie auf dieser Kreuzfahrt haben wir noch nirgendwo gegessen. Und alles sieht äußerst appetitlich angerichtet aus. Die Kellner sind sehr aufmerksam und erfüllen auch Sonderwünsche, trotz des anstrengenden Jobs, den sie haben (sie laufen Kilometer am Abend mit schweren Tabletts). Da man einen festen Platz hat, gibt es keine Kämpfe um die Tische.

Man kann natürlich auch im Büffetrestaurant essen, dort hat man keine feste Tischzeit, dafür aber auch keine Bedienung außer für die Getränke. Wir nutzen das Büffetrestaurant gerne am Morgen, da man den schönen Ausblick hat und beim Einlaufen in die Häfen die schöne Landschaft an sich vorbeiziehen sieht.

Norwegen. Die skandinavischen Länder kennen wir so gar nicht und lassen uns überraschen. Am ersten Tag ist Erholung angesagt, ein Seetag. Jeden Abend bekommen wir ein deutschsprachiges Tagesprogramm auf die Kabine, damit wir uns für den nächsten Tag schon informieren können, was man so den Tag über machen kann.

Es wird viel angeboten, für jeden Geschmack sind Aktivitäten dabei, Tanzstunden, Vorträge über Land, Leute und Flora und Fauna (uns gefielen besonders die Vorträge des Meeresbiologen Jay Christofferson. Hier muß ich anmerken, dass es von Vorteil ist, auf den amerikanischen Schiffen zumindest rudimentär englisch sprechen zu können, um alles optimal nutzen zu können. Dann hat man mehr Spaß, denn alle Aktivitäten werden in englisch erklärt, auch viele andere der 2.000 Gäste sind englischsprachig und man kommt leicht in Kontakt, somit wäre es schade wenn man dann nichts versteht). Man kann in das Casino gehen, diverse Geschäfte erforschen , Kunstvorträge oder Kunstauktionen besuchen, Malkurse mitmachen oder Scrapbooking / Bastelkurse und, und, und.

Abends gibt es immer eine Show im großen bequemen Theater, aber auch in den anderen Bars ist Live-Musik für jeden Geschmack vertreten. Es besteht kein Verzehrzwang. Auch im Hauptrestaurant wird man nicht schief angeguckt, wenn man zum Dinner nur das obligatorische Eiswasser trinkt. Das ist sehr angenehm.

Man kann auch einfach nur gemütlich in der Reflections-Bar ganz oben vorne sitzen, lesen, Karten spielen, aufs Meer schauen, nichts tun. Von hier aus hat man einen tollen Rundumblick. Mir fällt auf, dass es in der Nordsee sehr viele Bohrinseln gibt. Da wir Ferngläser mitgenommen haben, können wir uns alles etwas näher betrachten.

Endlich der erste Tag in Norwegen, heute liegen wir in Bergen. Ein hübsches Städtchen, sehr malerisch. Man konnte für die verschiedenen Häfen Ausflüge vorbuchen, das Reisebüro Sinning bietet immer deutschsprachige Reiseleitung an, die Ausflüge von Celebrity Cruises sind auf englisch. Manchmal braucht man auch keinen Ausflug, denn wenn das Schiff direkt in einer schönen Stadt liegt, dann kann man auch auf eigene Faust losziehen und die Gegend erkunden, was wir in Bergen auch gemacht haben. Der Ruf als regenreiche Stadt trifft zu, aber zwischendurch kommt doch hin und wiedermal die Sonne durch.

Der nächste Tag, ein Seetag beginnt mit einem Highlight, es gibt Brunchbuffet im Hauptrestaurant. Viele verschiedene Stationen, toll dekoriert, mit einer riesigen Auswahl verschiedener kalter und warmer Speisen. Und die Nachtische! Es sieht alles so gut aus, ich bin immer dabei, Essen zu fotografieren.

Der Wechsel von jeweils einem Hafentag und einem Seetag ist perfekt. Aktion und Erholung kombiniert. Erholung braucht man auch. Wie wir auch im weiteren Verlauf der Reise feststellen, kommt der Schlaf etwas zu kurz, denn auf dem Schiff gibt es gerade abends so viel tolles zu sehen (die Tanz-und Musikshows haben durchaus das Niveau eines professionellen Musicals), dass man einfach nichts verpassen möchte. Da wir uns dem Polarkreis nähern und damit der Mitternachtssonne, gibt es auch optisch kaum einen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Und tatsächlich werden wir im wunderschönen Sonnenschein der Mitternachtssonne, die wir immerhin mehrmals strahlend bewundern dürfen, was wohl gar nicht so selbstverständlich ist, wie wir erfahren, gar nicht müde. Da kommt unsere Innenkabine ganz praktisch ins Spiel. Dort ist es richtig dunkel und man kann gut schlafen.

Der nächste Hafen ist Leknes auf den Lofoten. Dort muß getendert werden, das heißt wir brauchen eine Nummer für das Tenderboot. Tipp: Gleich vor dem Frühstück eine holen, wenn dann gefragt wird, ob man schon reisebereit ist, dann ja sagen. Wir sagten nein, bekamen erstmal keine Nummer (es wäre die 8 gewesen) und nach dem Frühstück bekamen wir die Nummer 24, die vorletzte, durften dann auch noch 1 ½ Stunden warten, bis wir aufgerufen wurden. Hätten wir die 8 gehabt, dann wären wir genau nach dem Frühstück dran gewesen. Man lernt dazu.

Vom Tenderboot aus kann ich endlich mal ein Foto von der „Connie“ im Ganzen machen. Wie wir feststellen dürfen, gibt es in Leknes nichts Aufregendes. Diese Stadt ist definitiv nicht auf Touristen ausgelegt. Und da wir keinen Ausflug gebucht haben, laufen wir so ein wenig durch die Gegend. Vom Schiff aus hatte ich durch die Bäume eine wunderschöne rote Holzkirche mit dem typischen Glockenturm gesehen und so machen wir uns auf den Weg, sie zu finden. Ein wenig versteckt, aber wir haben sie gefunden und sie ist wunderschön. Und gerade als wir vor ihr stehen, reißt der Himmel auf und die Sonne badet die Kirche in ihren Strahlen, was haben wir für ein Glück.

Am nächsten Seetag ist abends ein Gala-Dinner, schön anziehen ist angesagt. Ich weiß gar nicht, warum so viele davor zurückscheuen. Denn gerade wir Frauen freuen uns doch, wenn wir mal die Sachen anziehen können, die nicht allzu oft aus dem Kleiderschrank kommen und machen uns auch gerne mal hübsch. Wer dem entkommen möchte, kann in das Büffetrestaurant gehen. An den anderen Tagen zieht man sich abends ganz normal an. Der „Dresscode“ steht immer im Tagesprogramm, so dass man Bescheid weiß. Und das Essen am Gala Abend ist noch ein bisschen besser als an den anderen Tagen. Da wird sich noch mehr Mühe gegeben.

Longyearbyen auf Spitzbergen, einer der Höhepunkte auf der Reise. Was für eine Natur. Schade, dass man keine Zeit hat für die Tagesausflüge, die auf der Insel angeboten werden, zu den Gletschern und den Walrössern, die hätte ich schon gerne gesehen. So kann ich sie mir nur im Informationszentrum auf Film anschauen. Die Luft ist kalt, die Sonne scheint und wir erkunden das kleine Örtchen. Im Hintergrund immer die tollen schneebedeckten Berge. Vor jedem Haus steht auch ein Schneemobil, im Winter hier das Fortbewegungsmittel. Wir überlegen, wie die Leute hier leben. Im Sommer Tag und Nacht hell, im Winter immer dunkel.

Diese Nacht war eine wunderschöne Mitternachtssonne zu sehen, es gab dafür extra eine Party in der Aussichtsbar. Ganz toll!

Am nächsten Seetag leisten wir uns einen weiteren Höhepunkt, wir gehen in das Spezialitätenrestaurant Ocean Liners zum Dinner. Es ist unglaublich, was es hier für wundervolles Essen gibt und das ganze Ambiente. Wir können nur empfehlen, das auch mal auszuprobieren, die 25 Euro Zuzahlung p. P. sind gut angelegt. Der nächste Tag bringt uns nach Honnigsvag, dem Tor zum Nordkap. Ein kleines malerisches Örtchen, mit bunten Häusern am Hang gelegen.

Schon das Einlaufen während des Frühstücks mitzuerleben ist toll. Wir machen einen Busausflug zum Nordkap mit, anders kommt man dort nicht hin. Unser Reiseleiter gibt uns den Tipp, im Informationscenter auf jeden Fall den Film anzusehen, der hat beinahe IMAX Format und zeigt in wunderschönen Bildern den Wechsel der Jahreszeiten dort oben im Norden. Der Höhepunkt ist natürlich die Weltkugel, die draußen auf dem Felsen steht, der steil ins Meer abfällt, und natürlich wollen auch wir ein Foto mit uns vor der Weltkugel, zum Beweis, dass wir am nördlichsten Punkt Europas waren. In der Nordkaphalle drängen wir uns mit anderen vor dem kleinen Postamt, um von hier aus Postkarten zu verschicken. Die Bustour hierhin war auch schön, denn man kann schön die Landschaft bewundern und wir haben freilebende Rentiere gesehen. Auf der Rücktour des Schiffes kommen wir nachmittags auch von der Seeseite am Nordkap vorbei. Dort oben, auf diesem riesigen steilen Felsen haben wir vorhin noch gestanden. Ich meine sogar, von hier unten die Weltkugel sehen zu können. Diese Nacht hatten wir wieder eine spektakuläre Mitternachtssonne. Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter. Auch die See ist bis auf einen Abend ruhig, fast spiegelglatt. Keine Gefahr für Seekrankheit.

Der nächste Seetag ist sehr erholsam und startet wieder mit einem Brunchbuffet. Heute überqueren wir erneut den Polarkreis, ab heute geht die Sonne wieder unter. Abends liegt eine Urkunde auf der Kabine für jeden Passagier, zum Bezeugen, dass man den Polarkreis überquert hat. Leider gab es keine Polarkreistaufe. Irgendwie hatten wir ein wenig Brimborium erwartet.

Am nächsten Morgen geht es früh aus den Federn, wir haben über Celebrity einen Ausflug gebucht. Das Schiff legt in Alesund an, ein hübsches kleines Städtchen im Jugendstil. Auch hier kann man alles gut zu Fuß erkunden.

Wir machen den Ausflug, denn ich möchte unbedingt den malerischen viereckigen Leuchtturm von Alnes sehen, ich liebe Leuchttürme. Auf dem „Hausberg“ Mount Aksla hat man eine wunderschöne Aussicht auf ganz Alesund und unser Schiff, das mitten drin liegt, wenn man nicht das Pech hat, das der Berg gerade in einer Wolke verschwunden ist. Wir haben Glück, aber unsere Tischnachbarin, die eine halbe Stunde später mit der Bimmelbahn hoch fährt, steht leider im Nebel.

Den letzten Seetag genießen wir. Die Sonne scheint so schön, dass alle Liegen am Pool besetzt sind und alle Leute sich dem süßen Nichtstun hingeben. Da ich morgen am Abreisetag Geburtstag habe, lädt mich mein Mann abends in das zweite tolle Spezialitätenrestaurant ein, den Tuscan Grille. Auch hier gibt es super Essen, italienisch angehaucht, also ganz toll. Auch hier lohnen sich die 20 Euro Zuzahlung. Man sollte sich das wirklich mal gönnen, wenn man gerne essen geht. Abends noch ein wunderschöner romantischer Sonnenuntergang, so endet eine Traumreise auf perfekte Weise.  

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Am alten Handelshafen 2a
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